Physiotherapie Praxis einrichten: Ausstattung, Räume und Wandbilder im Überblick

Eine Physiotherapie Praxis einrichten heißt, drei Dinge gleichzeitig richtig zu machen: eine Grundausstattung, mit der Du vom ersten Tag an sicher und ergonomisch behandelst, eine Raumplanung, die Abläufe kurz hält, und Wände, die Deine Fachlichkeit sichtbar machen. Die Behandlungsliege entscheidet über Deinen Rücken, der Grundriss über Deine Wege, und ein Anatomieposter am richtigen Platz erspart Dir an jedem Behandlungstag Erklärzeit. Wer diese drei Ebenen zusammen plant, statt sie nacheinander abzuarbeiten, eröffnet mit einer Praxis, die funktioniert und nach Kompetenz aussieht.

Wandbilder in einer Physiotherapie Praxis: anatomisches Poster im Behandlungsraum

Grundausstattung einer Physiotherapie Praxis

Die Kataloge der Hersteller sind voll mit Geräten, die mehr versprechen, als sie im Praxisalltag leisten. Konzentriere Dich am Anfang auf die Werkzeuge, die Du für 90 Prozent Deiner täglichen Arbeit brauchst. Eine solide, hochwertige Basis ist die beste Investition; Spezialgeräte kannst Du nachkaufen, wenn die Praxis läuft. Die folgende Physiotherapie Praxis Ausstattung deckt genau diese Basis ab.

  • Behandlungsliegen: Dein wichtigstes Arbeitsgerät und der Punkt, an dem Du nicht sparen solltest. Für eine Kassenzulassung sind mindestens zwei höhenverstellbare Behandlungsliegen Pflicht, die der Norm DIN EN 60601 für medizinische elektrische Geräte entsprechen. Achte auf einen umlaufenden Schaltbügel oder Fußschalter, damit Du die Höhe anpassen kannst, ohne den Kontakt zum Patienten zu lösen, auf Speicherpositionen für häufig genutzte Höhen, eine hohe Belastbarkeit, feststellbare Rollen und einen Bezug, der sich leicht desinfizieren lässt. Mehrteilige Liegen erleichtern manuelle Therapie und Lymphdrainage.
  • Therapiegeräte: Drei Klassiker decken ein breites Spektrum an Heilmittelverordnungen ab: Ultraschalltherapie bei Sehnen- und Gelenkbeschwerden, Elektrotherapie (TENS, EMS, Interferenzstrom) zur Schmerzlinderung und Muskelstimulation sowie Wärme- und Kälteanwendungen mit einer Fango-Einheit und wiederverwendbaren Kältepacks. Ein Kombigerät für Elektro- und Ultraschalltherapie spart Platz und Geld. Als Richtwerte aus der Praxis: Ultraschallgerät 1.500 bis 3.000 Euro, Kombigerät 3.500 bis 6.000 Euro, Stoßwellentherapie 15.000 bis 30.000 Euro, jeweils netto. Teure Geräte lohnen sich nur, wenn Dein Praxiskonzept die passenden Selbstzahlerleistungen vorsieht.
  • Trainingsfläche: Eine Sprossenwand ist der vielseitigste und günstigste Baustein für aktive Therapie, von der Mobilisation der Wirbelsäule bis zum Krafttraining mit Widerstandsbändern. Plane vor und seitlich der Sprossenwand mindestens zwei Meter freien Raum ein und montiere sie nur an einer tragfähigen Wand. Dazu kommen Gymnastikbälle in mehreren Größen (platzsicheres Anti-Burst-Material), Balance-Pads und Kreisel, Therabänder, Faszienrollen, kleine Hanteln und Matten. Ein funktioneller Seilzug (Richtwert 2.500 bis 5.000 Euro) erweitert das Spektrum für Krankengymnastik am Gerät.
  • Lagerung und Verbrauchsmaterial: Ein Satz Lagerungsrollen und -keile in verschiedenen Größen, Papierauflagen, Massageöl, Hände- und Flächendesinfektion, Kontaktgel für den Ultraschall und Tape. Dazu Diagnostikwerkzeuge wie Goniometer, Maßband und Reflexhammer. Unterschätze den Stauraum nicht: Geschlossene, abwischbare Schränke in jedem Behandlungsraum halten Arbeitsflächen frei und den Raum ruhig.
  • Empfang und Verwaltung: Eine Theke mit desinfizierbarer Oberfläche, ein höhenverstellbarer Schreibtisch für das Team, ein ergonomischer Bürostuhl und eine Praxissoftware für Termine, Dokumentation und Abrechnung. Wähle Systeme mit Schnittstellen, damit Du später nicht auf Insellösungen sitzt. Für den Wartebereich eignen sich Stühle mit Armlehnen und ausreichender Sitzhöhe, weil sie älteren und mobilitätseingeschränkten Patienten das Aufstehen erleichtern.

Bei robusten, mechanischen Geräten wie Sprossenwand, Schlingentisch oder Praxismöbeln lässt sich mit Gebrauchtkauf spürbar sparen. Bei elektrischen Liegen und Therapiegeräten brauchst Du ein aktuelles Prüfprotokoll (etwa nach DGUV Vorschrift 3), solltest alle Funktionen vor Ort testen, Risse im Polster als Hygienerisiko ernst nehmen und Transport, Reparatur und Reinigung in den Preis einrechnen. Größere Anschaffungen kannst Du kaufen, leasen oder per Mietkauf finanzieren; Leasing schont die Liquidität in der Gründungsphase, kostet über die Laufzeit aber meist 15 bis 20 Prozent mehr als der Direktkauf. Richtwerte Praxisausstattung Physiotherapie: Als grobe Orientierung für das Gesamtbudget gelten 15.000 bis 25.000 Euro für eine minimalistische Startpraxis, 25.000 bis 45.000 Euro für eine Standardpraxis mit zwei bis drei Behandlungsräumen und ab 45.000 Euro für Praxen mit KGG-Bereich oder breitem Gerätespektrum, jeweils netto und abhängig davon, wie viel Du gebraucht kaufst.

Raumplanung: Empfang, Behandlungsräume, Trainingsraum

Ein durchdachter Grundriss spart Dir im Alltag Wege, Geld und Nerven. Jeder Bereich erfüllt eine eigene Aufgabe, und alle müssen ineinandergreifen. Der klassische Planungsfehler ist, den Platz für Lager und Verwaltung zu unterschätzen. In Deutschland gelten für die Zulassung Mindestflächen: rund 23 Quadratmeter reine Therapiefläche, einzelne Behandlungsräume nicht unter 15 Quadratmetern. Diese Zahlen sind das absolute Minimum. Ein zusätzlicher Quadratmeter im Behandlungsraum entscheidet darüber, ob Du bequem um die Liege herum arbeiten kannst.

Raumtyp Mindestfläche Empfohlen Worauf es ankommt
Einzelbehandlungsraum 15 qm 18 bis 20 qm Liege von drei Seiten zugänglich, Stauraum, freie Bewegungsfläche
Gruppen- oder Trainingsraum 23 qm 25 bis 30+ qm Flexibel nutzbar, gute Belüftung, Lagerplatz für Kleingeräte
Empfang und Wartebereich 8 qm 10 bis 15 qm Sitzgelegenheiten, Garderobe, Blickkontakt zur Anmeldung
Personalraum keine Vorgabe 8 bis 12 qm Rückzugsort, Stauraum für Persönliches
Barrierefreies WC 3,5 qm 4 bis 5 qm Bewegungsfläche für Rollstuhl, Haltegriffe

Empfang und Wartebereich

Hier entsteht der erste Eindruck. Der Empfang braucht Sichtkontakt zur Tür, eine Theke mit Diskretionsabstand und genug Fläche für Patienten mit Rollator oder Rollstuhl. Der Wartebereich sollte eher an ein ruhiges Café als an eine sterile Praxis erinnern: bequeme Stühle mit Armlehnen, warmes Licht und ein bis zwei größere Wandbilder statt vieler kleiner Formate.

Behandlungsräume

Plane die Liege so, dass Du von drei Seiten an den Patienten kommst, und reserviere eine freie Fläche für Übungen im Stand. Steckdosen gehören dorthin, wo Liege und Geräte stehen, nicht hinter den Schrank. Schallschluckende Materialien an Decke oder Wand sichern Diskretion. Gerahmte Poster tragen dazu bei, weil sie harte Wandflächen unterbrechen.

Trainingsraum

Der Trainingsraum lebt von Fläche und Belüftung. Rechne mit mindestens zwei Metern freiem Raum vor der Sprossenwand, einer Matte pro Patient bei Gruppenangeboten und einem geschlossenen Schrank für Bälle, Bänder und Pads. Große Wandflächen vertragen hier energischere, großformatige Motive.

Umkleiden und Sanitär

Ein barrierefreies WC mit Haltegriffen ist Pflicht. Breite Türen, schwellenlose Zugänge und ein Umkleidebereich mit Sitzgelegenheit erweitern Deinen Patientenkreis deutlich, nicht nur um Rollstuhlfahrer, sondern auch um ältere Menschen und Patienten mit Gehhilfen.

Personalraum

Ein kleiner Rückzugsort für Pausen, Dokumentation und persönliche Dinge. Er wird bei der Erstplanung häufig gestrichen und später schmerzlich vermisst. Acht Quadratmeter reichen, wenn Stauraum und ein Tisch Platz finden.

Plane außerdem flexibel: Mobile Trennwände oder multifunktionale Flächen erlauben Dir, später einen Kursraum einzurichten oder neue Geräte zu integrieren, ohne alles neu zu organisieren.

Wandbilder und Poster in der Physiopraxis

Viele Praxen sind funktional eingerichtet, aber visuell austauschbar. Dabei entscheidet die Raumwirkung mit darüber, wie modern, vertrauenswürdig und hochwertig eine Praxis wahrgenommen wird. Physiotherapie arbeitet nah am Menschen; Patienten kommen mit Schmerz, Unsicherheit oder einer langen Vorgeschichte. Räume sollten diesen Zustand nicht verstärken, sondern auffangen. Wandbilder für die Physiotherapie Praxis leisten genau das, wenn sie bewusst ausgewählt werden: Sie beruhigen, strukturieren und machen Dein Fachgebiet sichtbar, ohne dass der Raum wie ein Lehrsaal wirkt.

Poster für die Physiotherapie Praxis: Anatomie Wandbild im Wartebereich

Patientenaufklärung am Poster

Der größte praktische Nutzen eines Physio Posters liegt im Gespräch. Statt abstrakt über Rotatorenmanschette, Faszien oder Lendenwirbelsäule zu sprechen, zeigst Du die betroffene Struktur direkt an der Wand. Das bindet Patienten aktiv in die Behandlung ein, verbessert das Verständnis für Übungen und Haltung und schafft Vertrauen, weil der Zusammenhang zwischen Beschwerde und Therapie nachvollziehbar wird. Für den Behandlungsraum eignen sich deshalb gezielte Darstellungen einzelner Regionen, die zu Deinem Behandlungsalltag passen:

  • Rücken: Der Dauerbrenner. Ein Rücken Anatomie Poster mit Knochen und Muskulatur erklärt Verspannungen, Haltungsprobleme und die Rolle der tiefen Rückenmuskulatur auf einen Blick.
  • Wirbelsäule: Für HWS-, BWS- und LWS-Themen, Bandscheiben und Haltung. Ein Wirbelsäule Poster ist für kleine Räume oft die bessere Wahl als ein komplexes Ganzkörpermotiv.
  • Knie: Nach Operationen, im Sport und bei degenerativen Beschwerden. Das Kniegelenk Poster wirkt fokussiert und präzise, ohne den Raum zu überfrachten.
  • Schulter: Ein Schulter Poster macht Spezialisierung auf Schulter, Nacken und obere Extremität sichtbar und hilft bei Impingement- und Rotatorenmanschetten-Gesprächen.
  • Hüfte: Hüft- und Beckenmotive sind die unterschätzten Favoriten: therapeutisch relevant bei Beschwerden der unteren Kette, bei Gangbildthemen und nach Eingriffen, optisch ruhiger als Ganzkörperansichten.
  • Fuß: Fußgewölbe, Sprunggelenk und Plantarfaszie erklären sich am Poster deutlich einfacher als am eigenen Fuß des Patienten.
  • Muskulatur: Ein Muskeln Anatomie Poster als Ganzkörperansicht ist sofort lesbar und thematisch breit einsetzbar, von orthopädischen Beschwerden bis zur Sportphysiotherapie.

Die Top-10-Motive für Physiotherapeuten

Die besten Motive sind inhaltlich nachvollziehbar, sauber gestaltet und auf den Einsatzort abgestimmt. Diese zehn haben sich in Physiopraxen bewährt:

  1. Muskelposter für den ganzen Bewegungsapparat für Behandlungsraum und Trainingsfläche: Anatomie Poster für Physiotherapeuten
  2. Wirbelsäulenposter für Haltung, Schmerz und Erklärung
  3. Rückenposter mit Knochen und Muskeln für den Behandlungsraum
  4. Schulter- und Nackenanatomie für spezialisierte Praxen
  5. Knieposter für Sportphysio und Orthopädie-Nähe
  6. Hüfte und Becken für funktionelle Zusammenhänge
  7. Fußanatomie für Gangbild, Sprunggelenk und Einlagenberatung
  8. Skelettposter als klare, sachliche Basis für minimalistische Räume: Skelett & Muskeln Poster
  9. Bewegungs- und Sportanatomie als Akzent für Trainingsfläche und sportlich ausgerichtete Praxen
  10. Abgestimmte Poster-Sets statt einzelner Solomotive, etwa Wirbelsäule, Muskulatur und Gelenk im gleichen Stil: Praxis-Sets
Top Poster Motive für Physiotherapeuten: Muskulatur, Wirbelsäule und Gelenke als Wandbilder

Wandbilder Physiotherapie Praxis: Formate und Platzierung nach Raum

Ein gutes Motiv verliert an Wirkung, wenn Format und Hängung nicht stimmen. Zu klein wirkt an großen Wänden verloren, zu groß erdrückt einen kleinen Behandlungsraum, in dem schon Liege, Geräte und Schrank stehen. Die Poster von Animus Medicus gibt es von DIN A5 bis DIN A1, und für die Physiopraxis hat sich diese Verteilung bewährt:

  • Behandlungsraum: DIN A3 oder DIN A2, aufgehängt auf Augenhöhe des sitzenden Patienten. So kannst Du vom Hocker aus auf Strukturen zeigen, während der Patient auf der Liege sitzt. Ein bis zwei fokussierte Motive wirken hier stärker als eine Bilderwand.
  • Trainingsraum: DIN A2 oder DIN A1, weil die Motive aus mehreren Metern Entfernung und in Bewegung gelesen werden. Ein Ganzkörper-Muskelposter setzt dort einen klaren, motivierenden Akzent.
  • Wartebereich und Empfang: DIN A2 oder DIN A1, ein bis zwei größere Bilder mit ruhiger Gestaltung statt vieler kleiner Formate. Hier zählt die professionelle Gesamtwirkung, nicht die Detailtiefe.
  • Flur: Eine Serie aus drei gleich großen Motiven in gleichem Rahmen, in klarer Achse und mit gleichmäßigen Abständen.

Hänge Bilder in Abständen mit genügend Freifläche. Zu hoch platzierte Poster oder unruhige Galeriewände lassen selbst gute Motive improvisiert erscheinen.

Bewegungsapparat Wandbild für Physiotherapeuten im Behandlungsraum

Stil: Chalkboard und Vintage

Klassische Lehrtafeln mit dichter Beschriftung wirken schnell wie aus dem Seminarraum und lassen eine Praxis älter aussehen, als sie ist. In Physiopraxen bewähren sich zwei Stilrichtungen besonders: Chalkboard Anatomie, also weiße Linien auf dunklem Tafelgrund, wirkt modern und ruhig, bringt Kontrast in helle Räume und bleibt auch aus der Distanz gut lesbar. Vintage-Motive im Stil historischer Anatomietafeln verbinden Fachlichkeit mit Wärme und passen zu Praxen mit Holz, Beige und weichen Stoffen. Beide Stile verzichten auf das Bunte vieler Lehrposter und lassen sich deshalb leicht in ein Farbkonzept integrieren. Entscheide Dich für eine Linie und wiederhole Rahmenfarbe, Bildsprache und Farbton in mehreren Räumen; genau diese Wiederholung macht aus einzelnen Bildern ein Einrichtungskonzept. Alle Motive werden auf mattem 250-g/m²-Papier in Deutschland gedruckt und sind von Medizinern geprüft, damit Beschriftung und Darstellung auch einer Nachfrage am Poster standhalten.

Typische Fehler

Der häufigste Fehler ist Beliebigkeit: Bilder, die nur gewählt wurden, weil die Wand leer war. Der zweite ist visuelle Überladung durch zu viele Motive, Stile und Farben, besonders in kleinen Behandlungsräumen. Der dritte ist der Bruch zwischen Bild und Praxisprofil: Eine minimalistische Privatpraxis braucht andere Motive als ein sportlich ausgerichtetes Therapiezentrum. Für ein stimmiges Gesamtbild reichen meist zwei bis vier bewusst ausgewählte Wandbilder.

Atmosphäre: Licht, Farben, Akustik, Pflanzen

Physiotherapie Deko stilvoll integriert: Anatomieposter, warme Farben und Pflanzen im Behandlungsraum

Licht: Kombiniere helles, direktes Licht in den Behandlungsbereichen mit wärmerem, indirektem Licht im Wartebereich. Dimmbare Leuchten geben Dir Flexibilität für Entspannungstechniken und Lymphdrainage. Behandlungsräume mit Tageslicht sind der Trumpf, den Du bei der Standortwahl mitdenken solltest.

Farben: Weiß, Sand, Salbei, Grau oder gedecktes Blau schaffen Ruhe und bleiben zeitgemäß. Grelle Akzente können funktionieren, sollten aber bewusst gesetzt werden. Wandbilder sollten sich an der Einrichtung orientieren: In hellen, neutralen Räumen wirken Schwarz-Weiß-Motive und Chalkboard sehr ruhig, in warmen Holzinterieurs eher Vintage-Töne. Vermeide den Mix aus hellem Holz, schwarzen Metallrahmen, kühlen Anatomiegrafiken und bunten Aktionsplakaten; eine Linie wirkt immer hochwertiger.

Akustik: In Behandlungsräumen ist Diskretion entscheidend. Schallschluckende Decken, Vorhänge, Teppichläufer im Flur und gerahmte Bilder an sonst kahlen Wänden reduzieren den Hall. Eine leise Hintergrundmusik im Wartebereich überdeckt Gesprächsfetzen aus der Anmeldung.

Pflanzen: Zwei bis drei große, pflegeleichte Pflanzen im Wartebereich und am Empfang nehmen Räumen die klinische Härte. In Behandlungsräumen eher sparsam einsetzen, damit Flächen frei bleiben und die Reinigung einfach bleibt.

Hygiene und Pflegeleichtigkeit

Alles, was Patienten berühren, muss sich abwischen und desinfizieren lassen: Liegenbezüge ohne Risse, Thekenoberflächen, Wartestühle mit glatten Sitzflächen, Schranktüren und Türgriffe. Wähle Bodenbeläge ohne Fugen, die Du feucht wischen kannst, und offene Regale nur dort, wo keine Behandlung stattfindet. Das gilt auch für die Wand: Ein ungerahmtes Poster lässt sich nicht reinigen und bekommt in der Nähe der Liege schnell Spritzer von Öl oder Desinfektionsmittel. Ein Alu-Bilderrahmen mit glatter Front lässt sich wie jede andere Oberfläche abwischen, schützt das Papier und wirkt in medizinischen Räumen sachlicher als schwere, dekorative Rahmen. Schmale Rahmen in Schwarz, Silber oder Weiß sind für die meisten Physiopraxen die sichere Wahl. Bei mehreren Bildern sollte die Rahmung einheitlich bleiben.

Praxis-Sets und Einkauf auf Rechnung

Wer mehrere Räume gleichzeitig einrichtet, fährt mit kuratierten Sets besser als mit Einzelentscheidungen: Sie reduzieren den Suchaufwand, sorgen für eine konsistente Designsprache und verhindern den Mix, der am Ende doch nicht zusammenpasst. Das Physio Praxis Start-Set bündelt die Kernmotive für Behandlungsraum, Flur und Empfang. Ab drei Postern gibt es 10 Prozent Mengenrabatt, ab fünf Postern 15 Prozent, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos und Du hast 30 Tage Rückgaberecht, falls ein Format im Raum doch nicht wirkt. Praxen bestellen über den Firmenkundenbereich per Kauf auf Rechnung; über 3.500 Praxen haben diesen Weg bereits genutzt.

Checkliste Praxiseröffnung Physiotherapie

  • Standort und Grundriss gegen Mindestflächen prüfen: 23 qm Therapiefläche, 15 qm je Behandlungsraum, barrierefreies WC
  • Businessplan und Finanzierung klären: Eigenkapital, KfW-Kredit, Gründungszuschuss, regionale Förderprogramme
  • Mindestens zwei höhenverstellbare Behandlungsliegen nach DIN EN 60601 bestellen, Lieferzeiten beachten
  • Therapiegeräte nach Praxiskonzept auswählen: Ultraschall, Elektrotherapie, Wärme und Kälte, Seilzug oder Sprossenwand
  • Kleingeräte und Verbrauchsmaterial einkaufen: Lagerungsrollen, Bälle, Bänder, Desinfektion, Papierauflagen, Tape
  • Empfang, Praxissoftware und Wartebestuhlung einrichten, Online-Terminbuchung prüfen
  • Handwerker koordinieren: Maler, Elektriker und Bodenleger vor der Möbellieferung, Steckdosen am Liegenplatz
  • Beleuchtung, Akustik und Farbkonzept festlegen, dann erst Wandbilder auswählen
  • Wandbilder nach Raum planen: A3/A2 im Behandlungsraum auf Augenhöhe des sitzenden Patienten, A2/A1 im Trainingsraum und Wartebereich, einheitliche Alu-Rahmen
  • Berufshaftpflicht und Praxis-Inhaltsversicherung abschließen
  • Lieferungen sofort auf Vollständigkeit und Mängel prüfen, Einweisung in Geräte schriftlich festhalten
  • Probelauf mit Freunden oder Familie: Empfang, Anamnese, Behandlung, Abrechnung
  • Erste Patienten aktiv um Feedback zu Räumen und Abläufen bitten

Häufige Fragen zur Physiotherapie Praxis Einrichtung

Was gehört zur Grundausstattung einer Physiotherapie Praxis?

Mindestens zwei höhenverstellbare Behandlungsliegen, Lagerungsmaterial, Wärme- und Kälteanwendungen, Diagnostikwerkzeuge wie Goniometer und Reflexhammer, Übungsmaterial wie Therabänder, Bälle und Faszienrollen sowie Verbrauchsmaterial. Dazu kommen ein Empfang mit Praxissoftware und, je nach Konzept, Ultraschall- und Elektrotherapie sowie eine Sprossenwand für die aktive Therapie.

Wie viel kostet die Praxisausstattung für Physiotherapie?

Als Richtwerte: 15.000 bis 25.000 Euro netto für eine minimalistische Startpraxis mit vielen Gebrauchtkäufen, 25.000 bis 45.000 Euro für eine Standardpraxis mit zwei bis drei Behandlungsräumen und Basisgeräten, ab 45.000 Euro für größere Praxen mit KGG-Bereich oder Stoßwellentherapie. Leasing senkt die Anfangsinvestition, kostet über die Laufzeit aber meist 15 bis 20 Prozent mehr.

Wie groß muss ein Behandlungsraum in der Physiotherapie sein?

Die Mindestgröße liegt bei 15 Quadratmetern, die reine Therapiefläche der Praxis bei rund 23 Quadratmetern. Empfehlenswert sind 18 bis 20 Quadratmeter pro Behandlungsraum, damit Liege, Geräte und eine freie Fläche für Übungen im Stand Platz finden.

Welche Poster passen in eine Physiotherapie Praxis?

Motive des Bewegungsapparats: Rücken, Wirbelsäule, Muskulatur, Knie, Schulter, Hüfte und Fuß. Im Behandlungsraum eignen sich gezielte Einzelregionen für die Patientenaufklärung, im Trainingsraum Ganzkörper-Muskelposter, im Wartebereich ruhige, reduzierte Darstellungen. Chalkboard- und Vintage-Stile wirken moderner als bunte Lehrtafeln.

Welche Größe sollten Bilder in der Physiotherapie Praxis haben?

Im Behandlungsraum DIN A3 oder A2 auf Augenhöhe des sitzenden Patienten, damit Du beim Erklären darauf zeigen kannst. Im Trainingsraum und im Wartebereich DIN A2 oder A1, weil die Motive aus größerer Entfernung betrachtet werden. Kleine Formate gehen an großen Wänden unter.

Wie bleiben Wandbilder in der Praxis hygienisch?

Rahme Poster in Alu-Rahmen mit glatter Front. So lässt sich die Oberfläche mit Flächendesinfektionsmittel abwischen, das Papier bleibt geschützt und das Bild wirkt in medizinischen Räumen sachlich und hochwertig.

Können Praxen auf Rechnung bestellen?

Ja. Praxen, Kliniken und andere Firmenkunden bestellen bei Animus Medicus auf Rechnung. Ab drei Postern gibt es 10 Prozent Rabatt, ab fünf Postern 15 Prozent, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos und es gilt eine Rückgabefrist von 30 Tagen.

Fazit: Funktion zuerst, dann Wirkung

Eine gut eingerichtete Physiotherapie Praxis beginnt mit zwei soliden Liegen, einem Grundriss mit kurzen Wegen und einem Trainingsraum, der Bewegung zulässt. Was sie von einer austauschbaren Praxis unterscheidet, sind die Details, die Patienten intuitiv lesen: Licht, Ruhe, einheitliche Rahmen und Anatomieposter, die Du im Gespräch tatsächlich benutzt. Wer Räume so plant, richtet nicht nur ein, sondern positioniert seine Praxis. Passende Motive für jeden Raum findest Du in der Collection Anatomie Poster für Arztpraxis & Physiotherapie.

Über den Autor: Wichard Lüdje ist Mediziner und Gründer von Animus Medicus. Seit 2018 stattet er Praxen, Kliniken und Lernräume mit anatomischen Wandbildern aus.